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Publikumsanlass SCHWAMMSTADT vom 8. Juni 2024

In der Genossenschaftssiedlung WeitWohnen soll es sich auch bei hohen Temperaturen gut wohnen lassen.

Rund 60 interessierte Genossenschafter:innen und Gäste besuchten die Referate und das Podiumsgespräch zum Thema «Schwammstadt», welches in der Jugendherberge Solothurn stattfand.

Nach der Begrüssung durch den Vorstandspräsidenten Bernard Stofer legte Lukas Egloff, wissenschaftlicher Mitarbeiter des kantonalen Amtes für Umwelt, Zweck und Funktionsweise einer sogenannten Schwammstadt dar. Mehr Grün, mehr Blau und dafür weniger Grau, so kann man die Idee stichwortartig umreissen, also mehr Bäume und Sträucher, mehr Wasser und damit mehr Verdunstungskälte, weniger Beton und versiegelte Flächen, die Hitze speichern und abgeben: Das ist vereinfacht damit gemeint und so hat es sicher jeder und jede schon am eigenen Leib erfahren. Wer in der Hitze eines Sommertages Linderung sucht, geht in den Schatten eines Baumes und in die Nähe eines Gewässers und meidet Orte mit vielen Gebäuden.

Egloff zeigte, wie unterschiedlich die Temperaturen etwa in der Stadt Solothurn sind, je nachdem, wieviel Grün oder Grau es eben hat vor Ort. So wird in der Altstadt etwa viel Wärme gespeichert, während es anderswo um etliche Grade weniger heiss ist. In einer Schwammstadt werden entsprechend zum Beispiel die Flächen entsiegelt, es wird das Regenwasser dezentral bewirtschaftet, für Starkregen gibt es Notabflüsse, um Überflutung zu verhindern. Danach soll der Niederschlag verzögert verdunsten und versickern. Eine Schwammstadt soll also wie ein Schwamm Wasser aufnehmen und speichern, damit es in Hitzewellen den Pflanzen zur Verfügung steht. Ausserdem sollen die Dächer begrünt werden und weitere Massnahmen getroffen werden, wie es auch auf der Homepage des BFU erläutert wird.

Wie schön und sinnvoll dieses Konzept konkret in der Genossenschaftssiedlung WeitWohnen aussehen könnte, legte anschliessend Claudio Weber, Mitarbeiter Raumplanung bei der Stadt, dar. Er zeigte Beispiele vorbildlicher oder weniger gelungener Ansätze. In einem Podiumsgespräch diskutierten dann mit den beiden Referenten die Umweltingenieurin Lea Fluri und David Stähli, Landschaftsgärtner. Das sehr interessierte Publikum konnte Fragen zum Thema stellen.

11. Juni 2024 / Susanna Hofer