Projekt

Die Siedlung WeitWohnen ist Teil des Projekts Weitblick der Stadt Solothurn. Hier im Westen setzt die Stadt grosse Baulandreserven zur Schaffung von Wohn- und Arbeitsraum ein.

    Grundidee

    Unser autofreies Konzept sieht verschiedene Wohnformen für unterschiedliche, sich mit der Zeit wandelnde Wohnbedürfnisse vor und darf für Solothurn als eine Pionierleistung gemeinschaftlichen Zusammenlebens bezeichnet werden.

    Wir wollen Jung und Alt, Einzelpersonen, Familien und Gruppen ein attraktives Zuhause in einer nachhaltigen und generationengemischten Siedlung anbieten.

    Was wenig bringt und die Kosten verteuert, wird weggelassen. Durch die Reduktion auf das Wesentliche wird der Blick frei für Werte, die in unserer hektischen und gewinnorientierten Zeit immer stärker in den Hintergrund gerückt sind: Soziale Geborgenheit, Empathie, Solidarität, Mitwirkung.

    Visualisierung Weitblick Baufeld 1 (Quelle: Stadt Solothurn, Gebietsentwicklung Weitblick)

    Projektbeschrieb

    Das Wesentliche in Kürze (den vollständigen Text finden Sie im Dokument „Projektbeschrieb“).

    Dokumente

    Aktueller Stand

    Wir sind in den Startlöchern! Damit wir mit den konkreten Planungsarbeiten beginnen können, muss zuerst noch die laufende Ortsplanungsrevision der Stadt Solothurn abgeschlossen sein.

    Gemäss aktuellem Kenntnisstand, dürften die Baufelder der ersten Weitblick-Etappe Ende 2020 ausgeschrieben werden, der Zuschlag für das Baufeld 3 (für dieses bewerben wir uns) könnte in der ersten Jahreshälfte 2021 erfolgen.

    Wir sind zuversichtlich, dass unser zukunftsweisendes Projekt Akzeptanz finden wird, und wir in der zweiten Jahreshälfte 2021 mit den konkreten Planungsarbeiten beginnen können.

    Das Baufeld 3 bietet Platz für ca. 120 Wohnungen plus Dienstleistungsflächen. Wir möchten das Grundstück gemeinsam mit einer Partnerin überbauen, etwa die Hälfte der Wohnungen wollen wir selber übernehmen. Unsere Gespräche mit der Logis Suisse AG, einer erfahrenen, gemeinnützigen und ökologisch orientierten Liegenschaftsbesitzerin sind bereits weit fortgeschritten. Beide Partnerinnen haben ihr Interesse bei der Stadt Solothurn deponiert.

    Die Planungsgrundlagen für unser Projekt und weitere Dokumente sind erarbeitet. Gegenwärtig feilen wir noch an verschiedenen Detailfragen und bereiten uns auf die Verhandlungen und die Planung vor.

    Lage

    Die Siedlung WeitWohnen befindet sich am westlichen Stadtrand von Solothurn. Im Norden der Jura, im Süden die Aare, im Osten die Altstadt und im Westen ein vielfältiges Naherholungsgebiet. Die Altstadt von Solothurn ist in 10 Minuten zu Fuss und in 3 Minuten mit dem Velo erreichbar.

    Blick in die Zukunft

    Ein konkretes Bauprojekt gibt es noch nicht. Aber eine Vorstellung, wie es sich lebt in der Siedlung WeitWohnen haben wir - und zwar eine sehr lebhafte und farbige. Lassen Sie sich von uns ins Jahr 2028 entführen und von den Bewohner*innen der Siedlung zeigen, wie ihr Alltag aussieht.

    Es isch dr 08 Juli im Johr 2028 idr Sidlig WeitWohnen Zwöi am Nomittag
    D‘Simone, 38i, alleistehendi Mutter vo Joli und Julie (12i und 14i) Huus C, 2. Stock, 3- Zimmerwohnig mit Option uf nes vierts Zimmer fürs Julie

    «Was, scho so schpot? I ha doch no gar nid glüftet ide Gäschtezimmer, d’Bibliothek muessi no go uftue und het äch dr Beni dra dänkt, dass idr Velowärchstatt d’Türe chlemmt?  – am drü chunnt e Gruppe vo Inträssierte us Langetau -- wo ou e genosseschaftlichi Sidlig wei boue -- üsi Sidlig cho aluege und i hami uf dr Gmeinschaftsarbeitslischte igschribe, mitne dr Rundgang z‘mache. Ha scho nid grad vüu Zyt, ig elei mit de Meitschi. Aber sit mer do wohne, isch’s scho eifacher worde mit gägesitig Hüete und Ufgabehüuf, und im Notfau springt würklech immer öpper i. Joli!! Julie!! Wo sitdr? … Am Dröhn a wo vo unge chunnt si üsi „Widesight Girls“ wider mou am Üebe im Probechäuer für ihre Uftritt hüt zobe nach der Bewohnerinneversammlig. Jetz muesi aber würklech los»

    Weitere Zukunftsgeschichte von Yvette Eggenschwiler finden Sie hier

    Finanzierung

    Unsere Wohnbaugenossenschaft ist nicht auf privaten, finanziellen Gewinn ausgerichtet, sondern dient dazu, den Mitgliedern qualitativ guten, lebenswerten und umweltverträglichen Wohn- und Arbeitsraum anzubieten.

    Das erwirtschaftete Vermögen der Organisation soll allen zugute kommen, indem die Genossenschaft ihre Erträge wiederum in die Siedlung investieren kann. Siehe auch Finanzreglement

    Finanzierung der Siedlung

    Die Finanzierung der Siedlung erfolgt mit Geldmitteln aus verschiedenen Quellen, insbesondere:

    • Anteilscheine der Genossenschafter*innen
    • Wohnanteile der Mieter*innen
    • Darlehen von Genossenschafter*innen und Zugewandten
    • Hypothekarkredite (Banken, Versicherungen, Pensionskassen)
    • Finanzielle Unterstützung im Rahmen der Wohnbauförderung
    • Fördergelder und Anschubfinanzierungen von Bund, Kanton und Stiftungen

    Anteilscheine, Wohnanteile

    Für die Mitgliedschaft in der Genossenschaft erwerben Mieterinnen und Mieter drei Anteilscheine à CHF 500.- und bezahlen eine Eintrittsgebühr von CHF 200.-.

    Zusätzlich wird pro Wohnung ein Finanzierungsbeitrag von 10 - 20% der Erstellungskosten fällig, welcher verzinst wird. Die Siedlung soll aber auch Personen mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten offenstehen. Um dies zu ermöglichen ist geplant, einen entsprechenden Fonds zu gründen.

    Ausscheidende Genossenschafter*innen haben Anspruch auf Rückzahlung der von ihnen einbezahlten Wohnungsanteile und Darlehen, die Details sind in den Statuten geregelt.

    Darlehen von Genossenschafter*innen und Zugewandten

    Mieterinnen und Mieter können der Genossenschaft verzinste Darlehen zur Verfügung stellen und so indirekt ihre Wohnungsmieten reduzieren. Darlehen können auch von Personen, welche das Projekt unterstützen und ihre Finanzen nachhaltig anlegen möchten, gewährt werden.

    Miete

    Die Vermietung erfolgt nach den Grundsätzen der Kostenmiete. Im Mietzins inbegriffen sind die Anteile an den verschiedenen Gemeinschaftsflächen, Gebühren und die weiteren Abgaben.

    Bei den Planungsvorgaben nimmt die kostengünstige Bauweise eine zentrale Rolle ein. Mit diesen Massnahmen und dank der Kostenmiete wollen wir erreichen, dass unsere Mieten höchstens so hoch, wie die ortstypischen Mietpreise für Neubauten ausfallen. Dank hohen ökologischen Standards werden zudem die Nebenkosten niedriger als bei Vergleichsobjekten sein.

    Konkrete Mietzinsberechnungen werden verfügbar sein, sobald ein Vorprojekt erarbeitet ist.

    Dokumente