Was ist Soziokratie?

Soziokratie ist ein konkretes Organisationsmodell, das die Gleichwertigkeit aller Beteiligten in Entscheidungsfindungsprozessen ermöglicht. Es wird in der Regel der bestehenden, meist hierarchischen Struktur zugefügt. Bei uns wird sie als Ergänzung zur Genossenschaftsstruktur aufgebaut. Diese ergänzende soziokratische Organisationsform, richtet sich nach den gemeinsamen Zielen und dient in erster Linie dem Entscheiden von richtungsgebenden Rahmenbedingungen und Grundsätzen

Die vier Grundprinzipien

Konsentprinzip

Alle wesentlichen Entscheide werden im Konsent entschieden d.h. dass niemand einen schwerwiegenden gut begründeten Einwand dagegen hat. Das bedeutet, dass alle mit dem Vorschlag zumindest leben können und bereit sind, ihn auch mitzuverantworten und umzusetzen.

Organisation im Kreis

Ein Kreis ist eine Gruppe von Menschen die innerhalb der Organisation ein gemeinsames Arbeitsgebiet haben und an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. In diesem Kreis werden alle Grundsatzentscheidungen getroffen, ausgeführt und gemessen.

Doppelte Verlinkung der Kreise

Die Verbindung zwischen zwei in der Hierarchie unmittelbar übereinanderstehenden Kreisen besteht aus einer doppelten Verknüpfung. Im oberen Kreis wird die leitende Person des unteren Kreises bestimmt. Im unteren Kreis wird eine Delegierte (ein Delegierter) in den oberen Kreis gewählt. Dies bedeutet, dass der Informationsfluss von oben nach unten und von unten nach oben je durch mindestens zwei Personen gewährleistet wird.

Soziokratische Wahl von Personen

FunktionsträgerInnen und Delegierte werden offen im Konsent gewählt. Jedes Kreismitglied gibt eine Stimme für eine Person ab und begründet seine Wahl.

Weitere Informationen zur Soziokratie.